Wie Phönix aus der Asche

Mir nichts dir nichts taucht er wieder auf – Friedrich Merz – in der CDU, Bewerber um das Amt des CDU-Vorsitzenden. Bis 2020 Vorsitzender/Präsident der Hamburg- Atlantik-Brücke (Vorgänger von jetzt Dietmar Gabriel) und erfolgreicher Black-Rock-Manager, mittlerweile aufgestiegen in die Kaste der Hochfinanz der Wall Street in New York. Und die CDU nimmt es nicht nur kommentarlos hin, sondern fraktioniert sich in zwei Lager: Die Laschet/Röttgen-Getreuen und das Lager der Altkonservativen (der Besitzenden Bürgerschaft) um den Neoliberalen Friedrich Merz. Und dies alles, weil die CDU sich kurz vor der Wahl zum nächsten Bundestag noch immer nicht zu einem Kanzlerkandidaten durchgerungen hat, mit dem sie in den Wahlkampf 2021 ziehen will. Nun soll es ein Mixtum aus Digitalem und Präsenzparteitag (in einem Berliner Fernsehstudio) richten – am 15. Januar 2021.

Dass die Meistbesitzenden auf der Welt und auch die in der mittlerweile zur Wahloligarchie erodierten Bundesrepublik Deutschland unter Federführung der USA nicht das geringste Interesse daran haben, es in der traditionell so bezeichneten „Regierungspartei CDU“ zu einem Richtungs- oder gar Politik-/Paradigmenwechsel kommen zu lassen, greifen die aus dem Hintergrund agierenden Geldeliten zu dem erfahrungsgemäß probaten Mittel der Einschleusung eines der Ihren in den Regierungsapparat der BRD.  Nicht zum ersten und wohl auch in Zukunft nicht zum letzten Mal. Was lag also näher, als den Fortbestand des zutiefst vom Neoliberalismus der USA durchdrungene Herrschaftssystem der Deregulierten Marktwirtschaft durch Positionierung eines ausgewiesenen Neoliberalen erneut im Zentrum der Regierungsmacht der BRD mit  einem politischen Mandat anzusiedeln.

Und ich habe nur wenig Zuversicht, dass die mittlerweile erfolgreich ausgeschaltete Mitte der kritischen Wählerschaft in der Lage sein wird, dies erfolgreich zu verhindern. Dazu ist die Kritikfähigkeit, Konfrontationsbereitschaft und Wehrfähigkeit der bundesrepublikanischen Wählerschaft durch indoktrinierende Propaganda und verschleiernde Strategien der global agierenden Finanzeliten zur Umwandlung von demokratieerhaltenden Haltungen in stillschweigende Zustimmung zu konsum- und Wohlstand erhaltender Scheinsicherheit viel zu weit fortgeschritten. Was dem Bolschewismus nachgesagt wurde, die kapitalistische Welt liefere selbst den Strick, an dem sie dereinst aufgehängt würde, gilt heute umgekehrt. Die westliche Demokratie liefert den Strick, an dem sie der Raubtier-Kapitalismus aufhängen wird und bereits zu guten Teilen aufgeknüpft hat.

 

Darum Obacht! Weder das Ende von Trump, noch Joe Biden oder das Küren eines CDU-Kanzlerkandidaten Merz[1] werden den behaupteten Bruch der transatlantische Politik in den vergangenen vier Jahren wiederherstellen – ein Bruch, der de facto gar nicht stattgefunden hat und sich deshalb als Face-News entpuppt. Die aus dem Hintergrund agierenden globalen Finanzeliten haben die Verwerfungen des Trumpschen  Husarenrittes kaum beunruhigt, geschweige denn geschwächt. Sie werden ihrer Grundideologie ungerührt treu bleiben, wonach das wählende Volk möglichst unkritisch und unselbstständig gehalten werden muss, und die Herrschaft der Finanzeliten als die (ebenfalls zum Schein behauptete) wirkungsvollere Alternative zur Sicherung von selbstbewusster autonomer Demokratie möglichst erleichtert zu akzeptieren. Keep the Russians out and hold the Germans down – be happy Germany – as you were the last sixty years under our (US) control.

 

Ceterum censeo*) Den Kanzlern der Bundesrepublik Deutschland sollten zukünftig nicht mehr als zwei Amtsperioden verfassungsrechtlich zugebilligt werden. Aus den zwanzig Jahren Helmut Kohl und den nun bald 16 Jahren Angela Merkel sollten wir diese Lektion gelernt haben!

©  Rolf Birkholz, 09.Januar 2021

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*)  Ceterum censeo Cartaginem esse delendam! – Immerwährende Schlussworte des römischen Konsuls Cato der Ältere vor dem Dritten Punischen Krieg (149…146 v. Chr.) bei jeder seiner Reden im Römischen Senat – unabhängig davon, worüber er gerade geredet hatte. „Im übrigen bin ich der Meinung,  dass Cartago  zerstört werden muss“.

 

[1] …bei dem noch nicht einmal sicher ist, ob er bei Black.-Rock tatsächlich „abgeheuert“ hat.

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An dieser Stelle werden ich meine Prognose veröffentlichen, wenn sie mit dem Ausgang der Wahl zum neuen Parteivorsitzenden der CDU übereinstimmt.

Meine Prognose ist nicht eingetroffen; Friedrich Merz ist es am 15.01.2021 nicht gelungen, den Parteivorsitz der CDU zu übernehmen. Ich veröffentliche meine Prognose trotzdem an dieser Stelle.

Meine Prognose zum Ausgang der Wahl des Parteivorsit-zenden der CDU am 16.01.2021

Erstellt am  11.01.2021

Die Messen sind bereits heute, am 11.Januar 2021 längst gesungen. März wird vermutlich das Rennen machen. Spie-gelfechterei, die Meldungen der Presse über eine deutliche innere Fraktionierung der CDU! Blankes Ablenkmanöver. Spiegelfechtereien der Kabarettisten, die uns mit ihrer Satiere vorgaukeln, es könnte, wenn… dann der…; aber dann doch wohl eher jener… und Gott bewahre uns vor…! Spiegelfechterei, die Talkshows  a la Meischberger, Illner, Plasberg oder gar Will! Spiegelfechterei auch der Printmedien von seriös bis voll daneben, gezielte Verbreitung anscheinend glaubhaften Kommentare!

Die Messen sind trotz aller Medien und Netzwerker längst gesungen! Oder glaubt wirklich jemand, dass Friedrich Merz seinen hochdotierten Posten bei Black-Rock tatsächlich aufgegeben hat, um sich auf ein so riskantes Abenteuer einzu-lassen, erneut eine zweite CDU-Niederlage einzufangen?

Black-Rock ist eine der zentralen Drehscheiben der Wall Street-Hochfinanz, ein Leuchtfeuer der Deregulierten Markt-wirtschaft und des Raubtierkapitalismus, ein Finanzier  der globalen Hegemonialpolitik der USA. Und Deutschland liegt im Zentrum Europas – als Brückenkopf der USA, um auf dem Landwege auf den  sich gerade neu formierenden eurasi-schen Machtblock einwirken zu können. Und da sollten die Finanzmächtigen der Wall Street tatenlos zusehen, dass die „Dauerregierungspartei Deutschlands, die CDU“,  sich vom Vasallenstatus Deutschlands weg zu bewegen droht, wenn sie  aus Sicht der globalen Finanzeliten einen „unsicheren Kantonisten“, der in einer möglicherweise tatsächlich freien, unabhängigen und  geheimen Wahl zum Parteivorsitzenden der CDU – und ggf. Kanzlerkandidaten– gewählt werden könnte – in Gestalt Norbert Röttgens oder Armin Laschets?

Nein Kontinuität um jeden Preis ist das Gebot der Stunde – keep the Germans down, but let them struggle for the Advantage of America!

Und niemand ist dafür besser vorbereitet als Friedrich März, bei dem noch nicht einmal sicher ist, ob er sich tatsächlich von Black-Rock getrennt hat. Dies ist nicht nur eine Frage seiner Eignung als möglicher Regierungschef der BRD, sondern eine Frage der Beinflussung der der Delegierten des CDU-Parteitages am 15. Januar 2021 hin zu Pro. Und die „freie Presse“ wird die Wahl von Friedrich Merz nicht allzu kritisch kommentieren, weil die deutschen Konzerne der Bewusstseinsindustrie ihre Verflechtungen mit den amerikanischen Finanzeliten nur ungern transparent machen wollen. Das ganze also abgekartet?!

Es könnte auch anders kommen und einer der beiden anderen Kandidaten macht das Rennen – dann kommt die CDU wohl um einen internen Machtkampf bis zur Bundestagswahl nicht herum.

Friedrich Merz hat nämlich zwei Optionen: CDU-Vorsitzender plus Kanzlerschaft ist die eine; Kanzlerschaft ohne CDU-Vorsitz die andere. Also „die andere“- denn die Finanzeliten werden am Ball bleiben, sowohl die der Wallstreet als auch ihre Unterstützer in der deutschen Politik – Sigmar Gabriel, Dr. Angela Merkel, Dr. Wolfgang Schäuble, Wolfgang Ischinger etc. etc..

Alle anderen Beteuerungen sind Nebelkerzen; aber wir sollten uns bei der nächsten Wahl zum Deutschen Bundestag unserer Widerstandsmöglichkeit gegen  die US-Einmischung in unsere Inneren Angelegenheiten ins Bewusstsein rufen (Art. 20 Abs. 4 GG) und den Rücken einmal steil aufrichten. „Volkspartei CDU“ ist längst Vergangenheit – auch wenn sie mit Armin Laschet den erneuten Anlauf dazu genommen, das zu bleiben.

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