Basics – Die Erste

In  Basics positioniere ich mich selbst: Als Bürger, damit der geneigte Leser die Basis erkennt, von der her ich meinen Bürgersinn, meine gesellschaftlichen Grundhaltungen und meine kritischen Anmerkungen beziehe bzw. verstehe – mit anderen Worten: Basics ist die Kiste, aus der ich komme und in die mich jeder stecken kann, dem es danach verlangt, meine Sozialisierung zu hinterfragen oder mich sonstwie einzuordnen.

Meine Positionen beruhen auf demselben Informationsstand, den die meisten von uns tagtäglich haben oder haben können. Sie bestimmen sich allerdings von einem  bestimmten Wertegerüst her, das sich vor allem aus meiner Lebenserfahrung speist (Jahrgang 1940). Es ist ein offenes Wertegerüst, das sich aber nicht jeder Beliebigkeit anheimgibt. Wenn Ästhetik (Kunstschaffen im weitesten Sinne), Theoretik (Wissenschaft und Forschung), Ethik (Sitte und Moral) und Religiosität (Glaube) als die vier großen Wertekomplexe der mitteleuropäischen Kultur zugrunde gelegt werden, würde ich mich unter Ethik mit Schwerpunkt Soziale Verantwortung und verlorenes Christsein einordnen.

Mein Denken und Handeln richtet sich an folgenden Grundsätzlichkeiten aus:

Ich beschäftige mich vorzugsweise mit Dingen, die zu einem konkreten Ergebnis führen; z.B. mit

  • der Aufzucht von winterharten Bonsais aus heimischen Gehölzen oder
  • der Entwicklung und Realisierung von messtechnischen Geräten mit Mitteln der Hobbyelektronik oder
  • gartengestalterischen Projekten oder
  • der Aufbereitung von Ausbildungsthemen im Rahmen von e-learning und
  • seit einiger Zeit auch mit dem Forum CIVITAS (Portal zur Veröffentlichung ganzheitlicher gesellschaftlicher Konzepte (unter www.forum-civitas.de).

Das Entwickeln einer Idee, die Aufstellung eines zielgerichteten Planes und die konsequente Realisierung des Ergebnisses – das ist Arbeit, die Hand und Fuß hat, weil sie ein hohes Maß an Selbstverwirklichung beinhaltet.

  • Wenn man mich fragte, ob ich eher als Lehrer oder Ausbilder arbeiten würde, fiele meine Entscheidung zugunsten des Ausbilders. Ausbildung zielt auf den Erwerb von Fertigkeiten, also praktische Könnerschaft ab. Wissensvermittlung hingegen ist ausgerichtet auf  die Kumulierung von Kenntnissen, also die kopfgesteuerte Handlungsfähigkeit. Ausbildung kommt ohne fundierte Fachkenntnisse  nicht aus; das versteht sich von selbst. Ihre deutlich auf die Bewältigung praktischer Herausforderungen ausgerichtete Zielstrebung halte ich insgesamt jedoch für gemeinschaftsförderlicher als die Ausspannungen so mancher „geistiger Eliten“, die den fairen Wettbewerb nicht  selten durch Winkelzüge und Übervorteilung aushebeln. Und das halte ich für gesellschaftsfeindlich.
  • Wenn die Idee des Sozialstaates verwässert oder gar ad absurdum geführt wird, geht das Wesen unserer Demokratie zugrunde (Helmut Schmidt). Die Solidargemeinschaft ist ohne bessere Gegenalternative. Insoweit bin ich weit entfernt von dem was der Rechts- bzw. Linksradikalismus  oder etwa gar die AfD wollen/anstreben/ behaupten/ lamentieren/ einfordern. In einer Demokratie muss es jedoch trotzdem möglich sein, scharfzüngig und manchmal auch grenzwertig zu kritisieren, ohne sich sogleich dem Verdacht auszusetzen, diesen Gruppierungen nahezustehen oder ihre Position durch kritische Anmerkungen zum Zeitgeschehen zu bestärken.
  • Die Regierungszeit des Bundeskanzlers sollte auf 2 x 4 Jahre, die von Parlamentariern auf höchstens 3 Legisslaturperioden begrenzt werden – dies gehört in die Verfassung!
  • Der beruflich erworbene Mindestlohn muss an eine flächendeckende gesetzlich vorgegebene Untergrenze gebunden und nach oben offen sein für Verhandlungen der Tarifpartner (Dualprinzip). Die Lohnuntergrenze muss mindestens an der Grundsicherung orientiert sein (2013: zwischen 8 und 9€) und soll spätestens fünfjährig sich wiederholend von einer unabhängigen Expertenkommission der wichtigsten parteiunabhängigen gesellschaftlichen Gruppen (Sozialrat) überprüft, angepasst und gesetzlich vorgeschrieben werden.
  • Wer gleichgeschlechtliche Partnerschaften diskreditiert, hat ein ernstzu- nehmendes Prob-lem mit der Menschenwürde. Solange diese Partnerschaften sich an Recht und Gesetz halten und einem von der Gesellschaft allgemein anerkannten Wertekanon verpflichtet fühlen, gilt: „Vor dem Gesetz sind alle Bürger gleichberechtigt.“
  • Der politische Lobbyismus muss nachdrücklich daran gehindert werden, sich als verdeckt arbeitende politische Parallelwelt der demokratischen Kontrolle zu entziehen,  auf die man im politischen Arbeitsalltag glaubt nicht mehr verzichten zu können.  Seinen Repräsentaten muss wirksam verwehrt werden, in staatlich betriebenen Institutionen Festanstellungen zu erlangen und so aus erster Hand an Herrschaftswissen zu gelangen, das sie vorteihaft für die Durchsetzung der Zielstrebungen ihrer Auftraggeber (Wirtschaft, Interessenverbände und sonstige Pressure Groups) einsetzen können.
  • Das Bundesverfassungsgericht sollte mit der Kompetenz ausgestattet werden, Gesetzesvorhaben, die schon im vorparlamentarischen Raum als möglicherweise verfassungswidrig diskutiert werden, bereits vor der endgültigen Verabschiedung an sich zu ziehen.  Dies würde so manches Gesetzgebungsverfahren abkürzen und die Exekutive wie Legislative dazu zwingen, den Gesetzgebungsprozess gewissenhafter und rechtsbewusster zu gestalten als in so manchem vergangenen Fall.

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